Informationen zur Windkraftanlage Glött



Erstes Windrad im Landkreis Dillingen, Bayern: Enercon E-53 mit Nabenhöhe 73 m, Rotordurchmesser 53 m, Leistung 0,8 MW

 
"Angesichts der Ablehnung des Zwischenlagers Gundremmingen und der Kernkraft ist es notwendig, nach Alternativen zu suchen und regenerative Energien, wie beispielsweise die Windenergienutzung zu fördern und sie nicht aufgrund mancher Belange abzulehnen".
 Der Vorsitzende, Landrat Leo Schrell, auf einer Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Dillingen am 11.10.2004.

Wir stehen vor der Herausforderung, unsere Energieversorgung dauerhaft umweltverträglich und unabhängig zu gestalten. Energieeffizienz, Energieeinsparung und die Nutzung erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse spielen dabei eine zentrale Rolle. Weltweit findet ein Umdenken zur nachhaltigen Energieversorgung statt.

Der Betrieb einer Windkraftanlage unter Berücksichtigung des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist eine der effektivsten, umweltfreundlichsten und saubersten Art der Energieerzeugung, die uns heute im Zeitalter der weltweiten Rohstoffverknappung und Klimaveränderung zur Verfügung steht. In Deutschland drehen sich über 23.000 Windmühlen mit einer installierten Leistung von ca. 31.000 MW. Sie erzeugen jährlich rund 50 Mrd. kWh umweltfreundlichen Strom und tragen gleichzeitig zur Verminderung des CO2-Ausstosses um ca. 36 Mio. t bei.

Die in Glött ansässige Firma ATG Alternative Technology Group ist bereits seit über 20 Jahren im Bereich der Erneuerbaren Energien (Wasserkraft, Photovoltaik, Alternative Treibstoffe) tätig. Getreu nach dem Motto "global denken - lokal handeln" möchten wir aktiv am Ausbau alternativer Energien in unserer Region mitwirken. So haben wir im August 2007 in Glött die erste Windkraftanlage im Landkreis Dillingen (Bayern) in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um eine speziell für das Binnenland entwickelte und erprobte Windkraftanlage des deutschen Marktführers Enercon vom Typ E-53.
 

News

Januar 2014   Windkraftanlage Glött auf Facebook

News und Updates gibt es ab sofort auch auf unserer Facebook-Seite 
 

Juli 2013   Sommerausflug der Aschbergschule Weisingen

Sommerausflug der Aschbergschule Weisingen zum Windrad in Glött
Sommerausflug 5. und 8. Klassen der Aschbergschule Weisingen zum Glötter
Windrad

 
Sommerausflug der Aschbergschule Weisingen zum Windrad in Glött
Bei kühlen Getränken und einer kleinen Brotzeit erfahren die Schüler mehr über
das Windrad und die Stromerzeugung aus regenerativen Energien
.
 
Sommerausflug der Aschbergschule Weisingen zum Windrad in Glött
 
Sommerausflug der Aschbergschule Weisingen zum Windrad in Glött
 

Juli 2013   Besuch Berufsschule Lauingen

11. Klasse Elektroniker der Berufsschule Lauingen an der Windkraftanlage Glött
Besuch 11. Klasse Elektroniker der Berufsschule Lauingen im Juli 2013
 
10. Klasse Elektroniker der Berufsschule Lauingen an der Windkraftanlage Glött
Besuch 10. Klasse Elektroniker der Berufsschule Lauingen im Juli 2013
 

Juli 2013   Besuch aus Thailand

Unternehmer und Akademiker aus Thailand an der Windkraftanlage Glött Unternehmer und Akademiker aus Thailand am Solarpark Winterbach

Im Rahmen einer Delegationsreise des Bayerischen Wirtschaftsministeriums empfing Franz Eisenhofer (Geschäftsführer Firma ATG) rund 15 Unternehmer und Akademiker aus
Thailand an der Windkraftanlage Glött. Danach ging es weiter zum Solarpark Winterbach, ein weiteres regionales Energieprojekt der Firma ATG.
 

Mai 2013   Landwirtschaftsschule Wertingen am Glötter Windrad

Landwirtschaftsschule Wertingen am Glötter Windrad

Beim Besuch der Landwirtschaftsschule Wertingen zeigten die Teilnehmer großes
Interesse am Thema Windenergie. Heute sind Erneuerbare Energien eine wichtige
Einkommensalternative in der Landwirtschaft. Themen der Führung waren Technik,
Laufzeit, EEG, Wirtschaftlichkeit sowie Bau- und Genehmigungshürden.
 

Mai 2013   Besuch der Universität Augsburg und Hochschule Ulm

Universität Augsburg und Hochschule Ulm besuchen Windkraftanlage Glött

Auch dieses Jahr hatten wir Besuch von der Universität Augsburg und der Hochschule Ulm.
Über 40 Studenten informierten sich am Glötter Windrad über die Energieerzeugung mit
dem kostenlosen Rohstoff "Wind".
 

Juli 2012   Besuch der Berufsschule Lauingen

Berufsschule Lauingen am Glötter Windrad

Rund 28 Schüler der Klasse 11 Elektro von der Berufsschule Lauingen informierten sich
über die Glötter Windkraftanlage. Neben einem unverzichtbaren Beitrag zur Energiewende
schafft Windenergie auch Arbeitsplätze: Inzwischen sind über 100.000 Menschen in der
Branche beschäftigt - Tendenz steigend.
 

Juni 2012   Exkursion "Erneuerbare Energien in Bayern" der Uni Augsburg

Exkursion "Erneuerbare Energien in Bayern" der Uni Augsburg

Auf ihrer Exkursion "Erneuerbare Energien in Bayern" besuchten über 30 Studenten der
Universität Augsburg, Institut für Geographie neben der Geothermie-Anlage der SGL Arena
und der Biogasanlage Kühbach auch die Windkraftanlage Glött und den Solarpark Winterbach.
Mit großem Interesse informierten sich die Teilnehmer über die Energiegewinnung aus
erneuerbaren Energien in der Praxis und ergänzten die Führungen durch eigene Referate.
 

April 2012   Indisch-deutsche Jugendbegegnung an der Windkraftanlage Glött

Indisch-deutsche Jugendbegegnung an der Windkraftanlage Glött
Energiegeladene Besucher der indisch-deutschen Jugendbegegnung

Im Rahmen eines Jugendaustausches der Kolpingjugend Augsburg empfing Franz Eisenhofer,
Firma ATG (Alternative Technology Group) in der Osterwoche eine indisch-deutsche
Besuchergruppe zur Besichtigung der Windkraftanlage Glött. Die Teilnehmer nahmen
die ihnen präsentierten Informationen begeistert auf und ließen sich sowohl das Außen-
als auch das Innenleben des Windrades genau zeigen und erläutern. Am Ende der
Veranstaltung waren sich alle einig: Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine
bezahlbare, unabhängige und umweltfreundliche Energieversorgung – in Indien genauso
wie in Deutschland.
 

Januar 2012   Windkraftanlage Glött stößt auf großes Interesse

Sonnenuntergang Windrad Glött

Geprägt von der furchtbaren Atomkatastrophe in Fukushima (Japan), dem darauf eingeläuteten
Atomausstieg und der Energiewende, hatten wir im Jahr 2011 einen regelrechten Besucheransturm
zu verzeichnen. So informierten sich z. B. die Uni Augsburg (2x), Mittelschule Höchstädt (2x),
VHS Offingen, Gemeinde Tapfheim, Gemeinde Horgau, Gymnasium Schwabmünchen, Berufsschule
Lauingen (2x), CSU Ortsverbände Aschberg sowie zahlreiche gewerbliche und private Interessenten
über die Windkraftanlage in Glött.
 

Oktober 2010   Erneuter Besuch der Uni Augsburg

Uni Augsburg besucht Windkraftanlage Glött

35 Studenten, Wissenschaftler und Lehrer der Universität Augsburg, Lehrstuhl für Humangeographie
und Geoinformatik besuchten im Rahmen einer "Erneuerbare Energien"-Tour auch das
Glötter Windrad. Die Resonanz bei den Teilnehmern war äußerst positiv. "Gerade in der
unmittelbaren Nähe zum Kernkraftwerk Gundremmingen liegt der Reiz des Standortes,
steht die Windkraftanlage doch wie ein Leuchtturm für eine neue, dem Leitbild einer
nachhaltigen Entwicklung entsprechenden Welt.", so Dipl.-Geogr. Stephan Bosch. Im
Besonderen fanden die Teilnehmer interessant, wie leise die Windkraftanlage arbeitet.
In der Literatur findet sich immer wieder der Vorwurf, dass WKA starke Geräuschemissionen
von sich geben würden. In keiner Weise wurde dieser Vorwurf bei der Besichtigung bestätigt.
 

Juni 2010   Universität Augsburg besucht Windkraftanlage Glött

Universität Augsburg besucht Windkraftanlage Glött

Eine Studentengruppe der Uni Augsburg, Institut für Physik und Ressourcenstrategie
informierte sich jüngst über die Windkraftanlage Glött. "Ihr Beitrag und Engagement hat
uns sehr beeindruckt und unser Bild von den Möglichkeiten der Windkraft stark erweitert.
Dafür nochmals herzlichen Dank.", so Volker Zepf, Diplom-Geograph und Mitorganisator
der Besichtigung.
 

Juni 2009   Exklusive Führung am Windrad Glött

Aislinger Bürgermeister, Gemeinderäte und Bürger besuchen Glötter Windrad

Wie hoch ist das Windrad? Wie viele Häuser können damit versorgt werden? Wie viel Strom
erzeugt es? - Diese und noch viel mehr Fragen stellten Bürger aus der Nachbargemeinde
Aislingen an Franz Eisenhofer (Firma ATG, erster von links auf Treppe), Betreiber des
ersten Windrads im Landkreis Dillingen, in Glött. Organisiert wurde dieser Ausflug von
Max Schuster (dritter von links, Treppe), Vorsitzender des Vereins Bürgersolar Aislingen.
Mit dabei waren außerdem Aislingens Bürgermeister Jürgen Kopriva (zweiter von links,
Treppe) und Gemeinderäte sowie viele interessierte Bürger aus Aislingen. Mit viel Geduld
und Zeit erklärte Eisenhofer alles ganz genau - auch ein Blick ins Innere des Windrads
blieb den Aislingern nicht verschlossen.
 

November 2008   Bund Naturschutz besucht Glötter Windkraftanlage

Mitglieder vom Bund Naturschutz (Ortsgruppe Augsburg)

Zahlreiche Mitglieder vom Bund Naturschutz (Ortsgruppe Augsburg) besuchten die WKA
in Glött und informierten sich bei Betreiber Franz Eisenhofer über die umweltfreundliche
Stromerzeugung. Schon heute kostet der Strom von Windrädern teils weniger als
konventioneller Strom und wirkt sich dämpfend auf die Preise an der Strombörse aus.
 

Juli 2008   Förderungswerk St. Nikolaus besichtigt Glötter Windrad

Förderungswerk St. Nikolaus besichtigt Glötter Windrad

Eine Wohngruppe des Förderungswerkes St. Nikolaus Dürrlauingen besuchte das Glötter
Windrad, um sich über die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen zu informieren.
Franz Eisenhofer, Betreiber des Windrades, referierte über die technischen Details und
die Funktionsweise der modernen Windmühle. Mit großem Interesse folgten die Besucher
den Erläuterungen. Das Windrad kann den jährlichen Strombedarf von ca. 300 4-Personenhaushalten
decken. Gleichzeitig werden dabei über 1000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2
eingespart, ohne giftige Rest- oder Abfallstoffe zu hinterlassen.
 

März 2008   Dinkelscherber Hauptschüler besuchen Glötter Windkraftanlage

Windkraftanlage GlöttWindkraftanlage Glött

Die neunten Klassen der VS Dinkelscherben setzen sich zur Zeit vertieft mit der Thematik "Klimawandel" auseinander.
Nicht zuletzt Al Gores Film "Eine unbequeme Wahrheit" war Anstoß für einen Erkundungstag im Kernkraftwerk
Gundremmingen und der Windkraftanlage Glött. Den Schülern, die bereits im Vorfeld im Internet über das Windrad
recherchiert hatten, bot sich dank der stürmischen Witterung ein imposanter Anblick auf die 100 Meter hohe Windkraftanlage.
 

März 2008   Orkantief "Emma" kein Problem für Glötter Windkraftanlage

Kein Problem stellte für die Windkraftanlage in Glött das Orkantief "Emma" dar. Trotz Extremböen von bis zu 34 m/s (ca. 120 km/h) verrichtete die Maschine zuverlässig ihren Dienst und lieferte CO2-freien Strom in das öffentliche Netz.
 

August 2007   Windkraftanlage Glött nimmt Betrieb auf

Endlich geschafft: Nach Überwindung zahlreicher Hürden und etlichen Schikanen wurde Anfang August 2007 in Glött die erste Windkraftanlage im Landkreis Dillingen (Bayern) in Betrieb genommen und speist ab sofort umweltfreundlichen Strom in das öffentliche Netz ein!
 

Nachfolgend Informationen von der Planungsphase (November 2005) bis zur Baugenehmigung (November 2006):
 

Gründe für die Standortwahl

Im Jahr 2002 beantragte eine Firma aus Neu-Ulm den Bau zweier Windkraftanlagen (Gesamthöhe 110 m bzw. 120 m) zwischen dem alten Glötter Sportplatz und Weisingen. Die Gemeinde Glött hat durch Beschluss des Gemeinderats vom 26.02.2003 das gemeindliche Einvernehmen nach § 36 BauBG zu diesem Bauvorhaben erteilt. Allerdings lehnte die zuständige Behörde im Landratsamt Dillingen im Oktober 2003 den Antrag unter anderem wegen zu geringen Abständen zu den Gemeinden (Glött ca. 500 m, Weisingen ca. 550 m) und der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes aufgrund des zu geringen Abstands zum Leithangbereich der südlichen Donauleite ab. Die Regierung von Schwaben weist in ihrer landesplanerischen Beurteilung vom Oktober 2003 allerdings darauf hin, dass sich ca. 1 km südlich des Standortraumes der geplanten Windkraftanlagen größere Bereiche befinden, in denen die Errichtung von Windkraftanlagen aus naturschutzfachlicher Sicht grundsätzlich möglich ist.

Im Landkreis Dillingen existieren nur wenige Flächen, die sich für die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Nutzung der Windenergie eignen. Eine mögliche, auch vom Landratsamt Dillingen vorgeschlagene und befürwortete Fläche befindet sich zwischen den Gemeinden Glött und Aislingen. Aufgrund der örtlichen Begebenheiten (Hochspannungsmasten, Richtfunkstrecken) ist dort Platz für max. eine Windkraftanlage.

Ursprünglich war von uns eine Enercon E82 - 2 MW mit Nabenhöhe 108 m und Rotordurchmesser 82 m geplant. Obwohl dem geplanten Bauvorhaben aus rechtlicher Sicht nichts entgegenstand, kamen wir Bürgern und Gemeinden, die der modernen Windkraftanlagentechnik eher misstrauisch gegenüberstehen, entsprechend entgegen (hier sei die Glötter Bürgerversammlung im Februar 2006 erwähnt). Wir haben uns letztendlich dazu entschlossen, den geplanten Windkraftanlagentyp gegen einen kleineren Anlagentyp zu ersetzen. Dabei handelt es sich um eine Enercon E53 - 0,8 MW (Serienproduktion ab 2007) mit Nabenhöhe 73 m und Rotordurchmesser 53 m. Enercon-Anlagen zeichnen sich durch ihre hohe Zuverlässigkeit, die getriebelose Antriebstechnik und ein aerodynamisches Rotorblattdesign aus.

Unter dem Aspekt des Natur- und Landschaftsschutzes eignet sich das Gebiet sehr gut als Standort für eine Windkraftanlage (siehe Satellitenaufnahme):

Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen

Prinzipiell ist die Errichtung einer Windkraftanlage als privilegiertes Bauvorhaben (bevorzugtes Bauvorhaben) nach § 35 Abs. 1 BauGB zu behandeln.

Windenergieanlagen wachsen nicht willkürlich aus dem Boden. Gesetzliche Grundlage für die Errichtung von Windkraftanlagen ist das Baugesetzbuch unter Berücksichtigung der sonstigen öffentlichen Vorschriften, insbesondere des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG). Das heißt

 Fazit

Die Gemeinden und das Landratsamt Dillingen

Nachdem wir Ende 2005 beim Landratsamt Dillingen eine Bauanfrage eingereicht haben, wurde unser Vorhaben von den verschiedenen Abteilungen (Bauamt, Natur-, Landschafts-, Umweltschutz, ...) im Landratsamt geprüft. Außerdem wurde die Gemeinde Glött sowie die Nachbargemeinden Aislingen und Winterbach vom Landratsamt Dillingen um Stellung zu unserem Bauvorhaben gebeten.
 

Rechtliches zu privilegierten Bauvorhaben nach § 35 Abs. 1 BauGB

Für privilegierte Bauvorhaben im Außenbereich (egal ob Windkraftanlage oder Schweinemast) besteht nach § 35 Abs. 1 BauGB ein Rechtsanspruch auf Genehmigung, wenn

  1. Gemeinden in ihrer planerischen Entwicklung und Gestaltung nicht eingeschränkt werden
  2. eine ausreichende Erschließung gesichert ist
  3. keine öffentliche Belange entgegenstehen

zu Punkt 1

Am Standort und in dessen Umgebung befinden sich ausschließlich zu 100% landwirtschaftlich genutzte Flächen, die von der Regierung ohnehin als Vorranggebiete für Windkraftanlagen empfohlen werden. Aufgrund der Abstände von über 850 m zu bestehenden und über 900 m zu geplanten Wohnbebauungen wird weder die Gemeinde Glött, noch die Nachbargemeinden Aislingen und Winterbach in ihrer planerischen Entwicklung und Gestaltung eingeschränkt. Die Parameter des Regionalplans werden eingehalten.

zu Punkt 2

Es muss ein Zufahrtsweg für Aufbau und Wartung der Windkraftanlage vorhanden sein. Da sich der geplante Standort in Nähe eines Feldweges befindet, ist eine ausreichende Erschließung gesichert.

zu Punkt 3

Um öffentlichen Belangen entgegenzuwirken, haben wir den Standort nach bestem Wissen und Gewissen evaluiert und auf Empfehlung des Landratsamtes Dillingen, der Regierung von Schwaben und nach Vorgaben des Regionalplans gewählt (siehe Gründe für die Standortwahl).

Ob die zu wahrenden öffentlichen Belange insbesondere in Bezug auf den Immissionsschutz berührt werden, prüfen die verschiedenen Abteilungen im Landratsamt Dillingen.

In einer höchstrichterlichen Rechtsprechung ist mittlerweile geklärt, dass nicht jedes Landschaftsbild schützenswert ist, sondern in Bezug auf Windkraftanlagen eine Verunstaltung nur dann in Betracht kommt, wenn es sich um eine wegen ihrer Schönheit und Funktion besonders schutzwürdige Umgebung handelt oder wenn ein besonders grober Eingriff in das Landschaftsbild in Rede steht (OVG NRW).

Dass es sich am geplanten Standort nicht um eine wegen ihrer Schönheit und Funktion besonders schutzwürdige Umgebung handelt, bestätigt z. B. ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen (OVG Bautzen): "Mehrere Hochspannungsmasten und -leitungen und Funkmasten sind relevante Vorbelastungen, die gegen eine besondere Schutzwürdigkeit des Landschaftsbildes sprechen".

Da die maximale Höhe der Windkraftanlage die 100 m-Grenze nicht überschreitet und relevante Vorbelastungen (Hochspannungsmasten und -leitungen, Funktürme) gegenwärtig sind, ist ein besonders grober Eingriff in das Landschaftsbild nicht gegeben.
 

Unsere Heimatgemeinde Glött

Aufgrund der Tatsache, dass die Gemeinde Glött bereits im Jahre 2003 für den Bau zweier höherer und wesentlich näher gelegenen Windkraftanlagen (die vom Landratsamt Dillingen abgelehnt wurden, siehe Gründe für die Standortwahl) eines Fremdinvestors ihr Einvernehmen erteilte, gingen wir davon aus, dass wir als ortsansässiger Betrieb für eine kleinere und ca. 1,7-fach weiter entfernte Windkraftanlage ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erhalten. Unter Einbezug des Regionalplans Augsburg und den hier veröffentlichten Informationen gab es keinen Grund, das privilegierte Bauvorhaben abzulehnen.

Trotzdem hat der Glötter Gemeinderat am 29.03.2006 mit 10:1 Stimmen sein Einvernehmen zu dem privilegierten Bauvorhaben verweigert. In einem zweiten Beschluss, ebenfalls mit 10:1 Stimmen verabschiedet, sollte ein Bürgerentscheid über den Bau der Windkraftanlage herbeigeführt werden. Dieser fand am Sonntag, den 18.06.2006 in Glött statt.

Die Mehrheit der Glötter Wähler hat sich bei dem Bürgerentscheid, der von Gegnern im Gemeinderat initiiert wurde, für den Bau der Windkraftanlage ausgesprochen. 53,1 Prozent (294 Wähler) haben auf dem Stimmzettel ihr Kreuz bei "Ja" gemacht. 46,9 Prozent (260 Wähler) stimmten mit Nein. Die Beteiligung an dem Bürgerentscheid lag mit 554 abgegebenen Stimmen bei 60,8 Prozent. Die Zustimmung der Bürger zu dem Windkraft-Projekt der einheimischen Firma ATG hat den selben Stellenwert wie ein Beschluss des Gemeinderats.

Hiermit bedanken wir uns herzlich bei den aufgeschlossenen und vorurteilsfreien Glötter Bürgerinnen und Bürgern, die auf dem Bürgerentscheid für die Windkraftanlage gestimmt haben!

Nachdem wir beim Landratsamt Dillingen einen Bauantrag zur Errichtung der Windkraftanlage eingereicht haben, hat der Glötter Gemeinderat am 27.09.2006 mit 8:3 Stimmen dem Bauantrag zugestimmt bzw. zustimmen müssen. ;)
 

Das Landratsamt Dillingen

Nach Auskunft des Landratsamtes Dillingen (Bauamt, Naturschutz, Landschaftsschutz, ...) stehen dem Bauvorhaben keine öffentliche Belange entgegen. Es wurde uns grünes Licht für die Erteilung einer Baugenehmigung signalisiert, wenn dazu auch unsere Heimatgemeinde Glött ihr Einvernehmen erteilt. Nachdem sich die Glötter Bürgerinnen und Bürger auf dem Bürgerentscheid für den Bau der Windkraftanlage ausgesprochen haben, musste auch der Glötter Gemeinderat sein Einvernehmen für das Bauvorhaben erteilen.

Mit Schreiben vom 17.07.2006 hat das Landratsamt Dillingen einen Positivbescheid zur Errichtung der Windkraftanlage erlassen! Daraufhin haben wir unseren Bauantrag beim Landratsamt Dillingen eingereicht.

Mit Schreiben vom 08.11.2006 hat das Landratsamt Dillingen die Baugenehmigung für die Windkraftanlage erteilt!
 

Weiterführende Informationen

Danksagung

Die Gemeinde Glött übernimmt mit der ersten Windkraftanlage im Landkreis Dillingen eine Vorreiterrolle für diese Art der umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieerzeugung in unserer Region. Wir bedanken uns bei den zahlreichen Unterstützern und Befürwortern unseres Projekts, insbesondere auch bei den Genehmigungsbehörden im Landratsamt Dillingen und dem Glötter Landwirt, der bereit ist einen Teil seines Grundstücks für die WKA zur Verfügung zu stellen. Unser Dank gilt auch allen, die diese Informationen neutral gelesen haben. Wir hoffen, dass wir damit eventuelle Vorurteile gegen Windenergie und unser Vorhaben ausräumen und zur Aufklärung beitragen konnten. 
 

Kontakt

Für Fragen zu unserem Projekt stehen wir jederzeit zur Verfügung:

ATG Alternative Technology Group GmbH
Raiffeisenstraße 4
89353 Glött, Deutschland
Telefon +49 (0)9075 - 8644
Telefax +49 (0)9075 - 8804
E-Mail info@atg-energy.de
Web www.atg-energy.de
 

Impressum

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Franz Eisenhofer
Registergericht: Amtsgericht Augsburg, Registernummer: HRB 9239
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz: DE 130843283, Steuernummer: 151/121/90705
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Franz Eisenhofer